Camping: Vor- und Nachteile

Als „Wochenendbewegung“ entstand, Anfang des 20. Jahrhunderts, das Camping, da sich auch Normalverbraucher erstmals einen Urlaub leisten konnten. Aus bescheidenen Anfängen entstand eine regelrechte Industrie. Aufgrund der vielen Vorteile des Campings überrascht dies auch nicht, jedoch gibt es kein Licht ohne Schatten.

Was versteht man unter Camping?
Viele denken beim Wort Camping als Erstes ans Zelten. Um seine Freizeit in der Natur zu genießen, stellt man sein Zelt an einem schönen Platz outdoor auf, sei es nun ein Campingplatz, der Waldesrand oder ein Feld. Das lateinische Wort für Feld lautet campus, damit schließt sich der Kreis und die Herkunft des Begriffes ist klar. Camping ist also eine Urlaubsform, bei der man die Bequemlichkeiten eines Hotels gegen die Schönheit der Natur tauscht, da man die meiste Zeit unter freiem Himmel verbringt. Neben dem klassischen Zelten erfreuen sich Wohnwagen und Wohnmobile großer Beliebtheit. Allen gemein ist der Aspekt der Selbstversorgung, der für viele einen besonderen Reiz ausmacht. Zwischen den beiden Extremen, Hotel und Zelt, reiht sich die Ferienwohnung, welche bei Campingsympathisanten mit Selbstversorgung punktet.

Campingformen und Unterschiede
Outdoor gibt es viele Möglichkeiten die Nacht zu verbringen. Romantische Schwärmer mögen im Sommer sogar das Sternenzelt wählen, für alle anderen gibt es Wohnwagen, Wohnmobile und Zelte.
Die klassischste Form des Campings ist das Zelten. Das Zelt überzeugt durch seine Kompaktheit und seinen verhältnismäßig niedrigen Preis. Egal ob Rucksacktourismus oder Familienurlaub, Zelte gibt es in den verschiedensten Größen und zusammengefaltet sind sie leicht zu transportieren. Ihr Nachteil tritt bei schlechtem Wetter zutage, sie haben schweren Regenfällen viel weniger entgegenzusetzen als ein solides Wohnmobil. Wenn Sie jedoch hohen Wert auf Naturnähe legen, ist das Zelt Ihre erste Wahl.
Wohnwagen und Wohnmobile trotzen auch dem schlechtesten Wetter, das hat aber auch seinen Preis. Wenn Sie beim Camping nicht auf Komfort verzichten und Ihren Standplatz oft wechseln wollen, sollten Sie sich für ein „Heim auf Rädern“ entscheiden. Bei der Wahl zwischen Wohnmobil und Wohnwagen ist zumeist der Preis das entscheidende Kriterium. Wohnmobile sind in der Regel teurer in der Anschaffung wie auch im Unterhalt. Dafür sind sie leichter zu fahren und die Mitreisenden können sich bereits im Wohnmobil aufhalten, während beim Wohnwagen alle im Auto Platz finden müssen. Für den Wohnwagen spricht, neben den geringeren Kosten, dass Sie mit Ihrem Auto Kurzausflüge machen können, während der Wohnwagen am Stellplatz steht.
Egal ob Sie sich für ein Zelt oder ein Campingfahrzeug entscheiden, Sie werden die meiste Zeit auf einem Campingplatz verbringen. Das wilde Campen ist in den meisten Ländern Europas verboten, daher sollten Sie sich, vor Ihrem Urlaubsantritt, über die Rechtslage Ihres Urlaubslandes informieren.

Die Vor- und Nachteile
Im Wesentlichen unterscheiden sich Campingurlaub und Hotelurlaub im Tagesablauf. Während Sie sich im Hotel den ganzen Tag entspannen und Ihren Hobbys widmen können, wartet beim Camping täglich Arbeit auf Sie. Wie zu Hause fällt Hausarbeit an, wie Kochen und Putzen. Vielfach wird behauptet, dass die Hygiene beim Camping zu kurz kommt, das ist in den allermeisten Fällen, jedoch nicht richtig. Moderne Campingplätze bieten die gleichen Annehmlichkeiten wie Hotels, von Sanitäranlagen über Pools bis hin zu Wellnessbereichen. Campingplätze sind in der Regel familienfreundlicher als Hotels. Spielende Kinder werden auf Campingplätzen wesentlich seltener als störend empfunden. Falls Sie einen Hund zu Ihrer Familie zählen, ist dieser auf sehr vielen Campingplätzen willkommen. Steht Ihnen der Sinn mehr nach einer Reise als nach einem Urlaub, dann sind Sie beim Camping richtig. Gerade mit einem Wohnmobil lassen sich hervorragend fremde Länder entdecken. Jeden Tag ein neuer Ort, jeden Tag neue Menschen, damit kann kein Hotel der Welt mithalten.

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